Pause im Pausenraum // Tipps für die kommenden Wochen // Ausblick

Liebe Leser,

das wird nicht einfach. Für viele (allein lebende) Menschen psychologisch nicht einfach, für Viele wirtschaftlich schwer. Für mich und den Pausenraum als eine der vielen Solo-Selbständigen dieses Landes kann die aktuelle Situation eine existenzielle Katastrophe bedeuten.

Meine Arbeit in der Betrieblichen Gesundheit lebt vom sozialen Kontakt, Miteinander und Austausch. Auf unbestimmte Zeit liegen nun alle Veranstaltungen auf Eis.


Die eigene Resilienz wird aufs Tiefste getestet. Lähmende Momente wechseln sich ab mit Aufbäumen und aktiver Handlungsinitiative, wie es einfach passiert im Veränderungsprozess. Und immer wieder dieser Gedanke: Wird es nach Covid-19 ein Resilienzseminar geben – es wird definitiv ein Anderes sein, für uns alle. Erstmals werden wir uns alle vor demselben Hintergrund austauschen. Wir sitzen im selben Krisen-Boot. Einige von uns werden derzeit die stärkste Krise ihres Lebens erleben. Andere werden nun endlich – gezwungenermaßen – entschleunigen. Vielleicht wollen sie ihr altes stressreiches Leben nie wieder zurück. Und nehmen diese Zeit als Startsignal für einen Umbruch. Persönlich wie unternehmerisch. Sie finden die Chance in der Situation!

Wir alle brauchen jetzt erst einmal eine gute Resilienz, und ich möchte Ihnen zunächst ein paar schnelle Tipps für die kommenden Wochen geben:

  • Bleiben Sie trotz der massiven Einschränkungen aktiv im Handeln (z.B. finanzielle Hilfe oder praktische Unterstützung suchen und anbieten). Psychologisch betrachtet: Stärken Sie damit Ihr Selbstwirksamkeitsgefühl, in einer Situation, in der wir alle plötzlich und massiv eingeschränkt sind.
  • Akzeptanz der Situation. Es ist wie es ist.
  • Negative Gefühle als Folge zulassen. Unsicherheit führt zu Angst. Angst zu empfinden ist jetzt absolut normal. Ihre Psyche zeigt Ihnen damit jetzt einfach, dass eines ihrer Grundbedürfnisse verletzt ist und Beachtung braucht: Das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle. Seien Sie also gnädig mit sich selbst, aber auch mit Ihren Mitmenschen. Zeigen Sie Verständnis für die Angst Ihrer Mitmenschen/Mitarbeiter. Seien Sie Ansprechpartner, haben ein offenes Ohr. Tauschen sich aus. Bieten Hilfe an.
  • Angst auf keinen Fall die Oberhand geben, Gegenpole finden. Das heißt zum Beispiel bewusst Sicherheit suchen: in gewohnter Tagesstruktur, im persönlichen Umfeld, in Dingen, die sie gerne tun (besonders für diejenigen wichtig, die plötzlich allein im Homeoffice sind). Das heißt auch bewusst für positive Gefühle sorgen: Was bringt Sie zum Lachen? Worüber freuen Sie sich? Worauf sind Sie stolz? Wofür dankbar? Was löst gute Gefühle in Ihnen aus?
  • In diesem Sinne: Schauen/Lesen Sie nur so viele Nachrichten, wie gerade notwendig. Sie sollten Ihrem Kopf unbedingt auch Auszeiten davon gönnen. Z.B. mit der Lieblingsserie oder Film, Lieblingshobbys, Lieblingsmenschen..
  • Es gibt keine Ausreden mehr, jetzt nicht auf eine gute Selbstfürsorge zu achten, denn: Es ist das Beste für Ihr Immunsystem! Essen sie ausgewogen (Gemüse gibt es nach wie vor genug ... )., bewegen Sie sich. Spazieren an der frischen Luft? Warum denn nicht, alle Hinweise ausreichend respektierend. Können Sie zur Arbeit mit dem Rad fahren oder laufen? Perfekt! Tanken Sie jetzt Sonne und Vitamin D, genießen sie den Anblick des Frühlings, der uns gerade gleichzeitig mit tollen Bildern und Gerüchen versorgt (hey, es ist März und nicht November!) Wenn Sie einen Garten haben, nix wie raus!
  • Einsamkeit macht krank. Bleiben Sie jetzt unbedingt in Kontakt in ihrem sozialen Netzwerk! Telefonieren, WhatsApp, Skype… und auch ein Lächeln parat haben für die Menschen, die Ihnen auf der Straße oder im Supermarkt begegnen. Alles lieber einmal mehr, als zu wenig. Diese Zeit ist eine echte Chance für Mitmenschlichkeit und Solidarität in unserem Land.
  • Nutzen Sie freie Zeit, um jetzt genau die Dinge zu tun, die immer liegen bleiben: Steuererklärung, Lesen, Entrümpeln, Frühjahrsputz, Fortbildung/Webinar, Fremdsprache lernen, Musik machen… Freuen Sie sich, falls sich in dieser Zeit endlich mal wieder ein „aufgeräumtes Gefühl“ einstellt! Selbstwirksamkeit stärken.

Ausblick

Resilienz bedeutet vor allem aktiv und flexibel bleiben, sich auf neue Situationen einstellen, die Chancen finden. Und so bin auch ich derzeit damit beschäftigt, neue Wege für den Pausenraum zu eruieren und vorzubereiten. Methodisch und inhaltlich. Was wird das alles mit uns machen?

Der künftige Bedarf wird sich erst zeigen. Und am meisten hoffe ich weiterhin, dass wir uns in ein paar Wochen wieder persönlich begegnen, im Resilienz-, Stressmanagement-, oder Führungs-Seminar, beim Superhelden-Vortrag, oder beim firmeninternen Gesundheitstag (seit 2020 bietet der Pausenraum Ihnen die komplette Organisation des firmeninternen Gesundheitstages an!).

Ich nutze diese Zeit jetzt jedoch intensiv, um das Angebot von digitalen Lern- und Trainingsangeboten vorzubereiten. Ebenso wie weitere wichtige Themen, die auf Unternehmen zukommen werden. Den Pausenraum wird es nur weiterhin geben, wenn er bald aus der Pause zurückkehren kann.

Daher meine Bitte an meine Kunden

  • Scheuen Sie nicht, mich anzusprechen, wenn Sie Unterstützung benötigen - fürs Team, die Abteilung, aber auch persönlich. Gemeinsam können wir jetzt kreativ werden und Lösungen finden. z.B. in Einzelberatung per Skype.
  • Fühlen Sie sich sofort angesprochen, wenn es um digitale Angebote und ergänzende Themen in Ihrem Unternehmen geht? Lassen Sie mich das bitte wissen – es geht im Pausenraum letztlich um Ihren Bedarf, an dem ich mich auch künftig orientiere. Auch hier: Lieber eine E-Mail mehr, als eine zuwenig!
  • Unterstützen können Sie den Pausenraum derzeit gut, indem Sie meine Pausenraum-CD bestellen. Die 3 Pausenraum-Übungen tragen gut zur Entspannung und aktiven Selbstfürsorge bei, und sorgen für kleine Auszeiten in verrückten Zeiten wie diesen! Vielleicht bestellen Sie eine CD für einen Mitmenschen, dem Sie Gutes tun wollen, oder die Team-Kollegen gleich mit. 
  • Machen Sie Kollegen oder Freunde auf mein Angebot aufmerksam und leiten es weiter.

Herzlichen Dank dafür!

Machen Sie das Beste aus dieser Zeit und bleiben sie (mental) gesund und hoffnungsvoll.
Ich hoffe es sehr -  Bis bald wieder im Pausenraum!

 

 

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