Seminarbericht // Was ist eigentlich Resilienz?

Jeder kennt den Effekt: Man hangelt sich die letzten vollgepackten Wochen und Tage vorm Urlaub so durch, und kaum ist der langersehnte Urlaub da - wird man erst einmal krank. Ein klassischer Fall von Stress trifft Immunsystem!
Vor kurzem war ich selbst mal wieder auf einer Fortbildung in Frankfurt, um mich auf den neuesten Forschungsstand bzgl. der Auswirkungen von Stress und psychischen Belastungen auf unserer Immun- und Hormonsystem zu bringen. Das Ganze nennt sich Psycho-Neuro-Immunologie und Psycho-Neuro-Endokrinologie, und erste Erkenntnis nach 2 intensiven Tagen Fortbildung: Der Körper ist ein hoch intelligentes System, das Ganze so komplex, wie die Fachbezeichnungen oben klingen, und nur einen Bruchteil verstehen wir heute überhaupt. Dass in allem viel evolutionäres Erbe eine Rolle spielt, ist längst kein Geheimnis mehr. Dass dieses Erbe immer wieder mit der hochdynamischen, und sich rasant beschleunigenden Welt kollidiert, in der wir leben, müssen wir uns immer wieder vergegenwärtigen. Unser Körper passt sich nicht so schnell an, wie der technische Fortschritt uns inzwischen überholt.

Neben den neuesten wirklich spannenden physiologischen Erkenntnissen habe ich dann auch eine Aussage des Dozenten zum Thema Resilienz aufgeschnappt, die sehr präsent geblieben ist. Doch werfen wir vorab einen Blick auf die Herkunft des Begriffs: Aus dem Lateinischen kommend (resilire = zurückspringen, abprallen), bezeichnet er in der Werkstoffkunde die Fähigkeit eines Materials, nach einer Verformung wieder in die Ausgangsform zurückzufinden. Übertragen auf den Menschen bezeichnen wir mit Resilienz das individuelle Maß der psychischen Widerstandskraft gegenüber Belastungen, Krisen und traumatischen Erlebnissen. Mehr abprallen lassen! Schneller wieder aufstehen!

Was wir Trainer in Seminaren zum Thema Resilienz vermitteln, beruht auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Konzepten. Deshalb fand ich im Rahmen meiner Fortbildung die folgende Aussage eine wirklich gute Zusammenfassung: Egal, was wir zur Stärkung der psychischen Widerstandskraft tun, egal auf welchem Konzept beruhend - letztlich geht es in allen Ansatzpunkten (emotional, gedanklich, oder verhaltensorientiert) um "Aktive Flexibilität" (Prof. Dr. Cornelius Pawlak). Wenn Sie mich also demnächst fragen "Was ist eigentlich Resilienz? Wie verbessert man sie?", werde ich Ihnen wahrscheinlich in meiner Interpretation dessen antworten: 

"Kurz gesagt: Aktiv und flexibel auf die Ereignisse im Leben reagieren."

Haben Sie Interesse an firmeninternen Veranstaltungen zum Umgang mit Stress und Resilienz? Wollen Sie mehr als eine kurze Antwort? Dann nehmen Sie unverbindlich Kontakt auf oder nehmen an meinen offenen Trainingstagen teil!

PS: Falls Sie sich über das Foto der Frankfurter Skyline im Zusammenhang mit Resilienz wundern? Nun, zu meiner Regeneration gehört oft die Kamera. Dass ich aber beim Spaß am Fotografieren nach einem intensiven Seminartag den Natürlichen Killerzellen meines Immunsystems wieder auf die Sprünge helfe, ist definitiv neuer Erkenntnisstand...! ;-)

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