TV-Tipp: Aktuelles aus der Glücksforschung bei Scobel

Wie kann man Glück finden und kultivieren? Was verschafft uns Lebenszufriedenheit? Mit dieser Frage beschäftigt sich die sogenannte Positive Psychologie und darum ging es auch in Gerts Scobels Sendung vom 12. Januar 2017. Ausgehend von der These, dass das menschliche Glück in der Evolution nicht vorgesehen ist, wir nämlich stattdessen vielmehr darauf getrimmt sind, Gefahren zu erkennen, diskutierten Scobels Gäste aus Soziologie, Theologie und Neurowissenschaft u.a. die aktuelle Statistik zur Lebenszufriedenheit, die regelmäßig im Glücksatlas der Deutschen Post veröffentlicht wird. Und oha! Scheinbar ist der Glücksindex der Deutschen im letzten Jahr erstmals seit 2010 wieder gestiegen. Besinnt man sich in weltweit unruhigen Zeiten etwa mehr auf das vorhandene Gute...?
Natürlich ging es aber vor allem um die Frage, was uns am persönlichen Glück hindert (Konsum, Vergleiche mit anderen, Grübeln über die Zukunft etc.) bzw. was uns Glück verschafft (optimistische Erwartungshaltungen, Flow, Achtsamkeit, Soziale Kontakte, Dankbarkeit, anderen Gutes tun etc.). Ein bestimmt guter Tipp entspringt dem Interview mit Stefan Sagmeister, dessen Film-Projekt "The Happy Film" derzeit in den Kinos läuft, nämlich zunächst einmal "Glück" in unterschiedliche Erscheinungsformen zu differenzieren. Und da kurze High-Glücksmomente (wie ein Lottogewinn) immer vergehen und erwiesenermaßen das Glücklichsein langfristig nicht steigern, sollte man sich besonders auch auf die Glück bringenden stabilen Aspekte des Lebens fokussieren: Zum Beispiel Beziehungen, Liebe, oder auch die Eingebundenheit in ein persönliches Sinnsystem, einen Lebenszweck.

Die Sendung steht hier in der 3sat-Mediathek zur Verfügung.
Verfügbar ist in der Mediathek auch ein ausführliches Interview mit Stefan Sagmeister.

Newsletter bestellen


Um die Funktionalität dieser Website für Sie optimal zu gestalten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren.