Über Marie Kondos Aufräumstrategie für ein glücklicheres Leben

Bild von analogicus auf Pixabay

Nachdem mir nun immer häufiger auch in meinen Stressmanagement-Seminaren Teilnehmerinnen ganz begeistert von Marie Kondos Aufräum-Strategie berichten, habe ich mich nun auch einmal zwei Folgen lang in das Aufräum-Programm eingesehen, dass einem zur Zeit wirklich überall entgegen springt. Dass man an diesem Namen zur Zeit nicht vorbei kommt, liegt aber sicher auch einfach daran, dass Marie Kondo sich nun mit eigener Serie auf einem höchst beliebten Streaming-Portal tummelt. Aber was auch immer der Grund für den Hype ist: Ein aufgeräumtes Leben ist durchaus eine gute Stressmanagement-Strategie! Also wurde aufgeräumt und der Fernseher angeschmissen. ;-)
Mein Fazit nach zwei Folgen "Aufräumen mit Marie Kondo" (das reichte mir dann doch): Die einzelnen Strategien für Ordnung in den eigene Wänden sind nicht neu. Aber es gibt etwas, das über allen sogenannten "KonMari"-Methoden thront: Das ist einen grundlegend anderen Blick auf den eigenen Besitz zu werfen. Sie selbst nennt es so: "Ziel des Aufräumens ist es, das wertzuschätzen was man hat, und sich und seiner Familie ein glückliches Leben zu ermöglichen." Wenn man mit diesem Satz im Kopf durch die eigenen 4 Wände geht, fällt einem Vieles auf, was man getrost abgeben kann, weil es nämlich einfach nur Produkt unserer westlichen Konsum- und Überflussgesellschaft ist, weil man es "haben muss", aber vielleicht keinen wirklichen persönlichen Wert besitzt. (Und lieber abgeben/verkaufen/spenden, als wie in der Serie zu sehen, haufenweise in Müllsäcke zu packen!)

Der Schlüssel bei dieser Strategie liegt meines Erachtens wie bei vielen Themen, die psychische Belastungen fördern bzw. senken, mehr in der Haltung und dem Blick, den wir auf die Dinge haben. Er liegt darin, sich in einer Konsumgesellschaft wieder auf das Wesentliche zu fokussieren, und vor allem Wertschätzung und Dankbarkeit für die guten Dinge an den Tag zu legen. Auch im Hinblick auf das eigene Hab und Gut. Und wenn man das einmal verinnerlicht hat, dann ist auch das "Kümmern" im Sinne der Hausarbeit evtl. nur halb so schlimm bzw. wie für so viele Menschen in meinen Seminaren "verschenkte Lebenszeit".
Und in diesem Sinne: Sollten Sie auch jemand sein, der einerseits jeden Krümel wegsaugen muss, und der andererseits Aufräumen, Spülen und Putzen nur mit Widerwillen erträgt, dann kann ich eine Folge Marie Kondo durchaus empfehlen. ;-)

Ich habe nach zwei Folgen den Fernseher ausgemacht, noch mehr aufgeräumt und motiviert ausgemistet und mein ebay-Verkaufskonto gefüllt. Das war durchaus gut investierte Lebenszeit!

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